Wie checken Versicherungen. Helfen im Schadenfall. Verhelfen zu optimalem Versicherungsschutz!
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Reiseversicherungen

Von sehr wichtig bis überflüssig ist alles dabei

Ab in den Urlaub? Nicht jede Versicherung gehört ins Reisegepäck.

Wenn du verreist, hast du üblicherweise dieselben Risiken wie sonst auch. Zum Beispiel Haftpflichtschäden, Kfz-Schäden, Krankheit, Arbeitskraftverlust und vieles mehr. Deshalb solltest du darauf achten, dass du auch während einer Reise bedarfsgerecht abgesichert bist – insbesondere bei Auslandsreisen. Bei den Versicherungsverträgen, die du schon hast (Privathaftpflichtversicherung etc.), solltest du entsprechend prüfen, ob der Versicherungsschutz auch im Ausland besteht. Da es manchmal nicht so einfach ist, die Vertragsbedingungen zu durchschauen, kannst du dich gerne an unser BdV-Beraterteam wenden.

Da wo deine Absicherung im Ausland oftmals eingeschränkt ist (z.B. im Krankheitsfall), kann eine private (Zusatz-) Versicherung helfen.

Auslandsreisekrankenversicherung – für alle, die ins Ausland reisen

Ein Versicherungsvertrag, der bei Auslandsreisen niemals im Reisegepäck fehlen darf, ist die Auslandsreisekrankenversicherung. Denn solltest du während einer Auslandsreise erkranken, übernimmt sie die Kosten für eine Heilbehandlung, die ggf. von der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) nicht gedeckt werden sowie die Kosten für den Transport ins Krankenhaus und auch zurück nach Deutschland.

Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) deiner gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bietet hingegen nur einen sehr eingeschränkten Schutz. Du kannst sie in den meisten europäischen Ländern (gemäß dem jeweiligen Sozialversicherungsabkommen) einsetzen, wenn du dich dort vertragsärztlich oder in einem Vertragskrankenhaus behandeln lässt. Es werden jedoch nur die Leistungen übernommen, die in dem Reiseland üblich sind. Den Auslandsrücktransport bezahlt die GKV überhaupt nicht.

Damit du nicht auf unter Umständen sehr hohen Kosten sitzen bleibst, empfehlen wir dir daher dringend den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung. Sie ist recht günstig – als Single zahlst du für einen Jahresvertrag nicht mehr als einen Eurobetrag im unteren zweistelligen Bereich. Jede Auslandsreise ist dann bis zu einer Dauer von rund sechs bis acht Wochen versichert.

Auch für PKV-Versicherte kann die Auslandsreisekrankenversicherung sehr wichtig sein. Das gilt insbesondere dann, wenn die private Krankenversicherung die Kosten für den Rücktransport nicht übernimmt. Außerdem ist sie empfehlenswert, wenn du deinen Anspruch auf Beitragsrückerstattung nicht gefährden willst.

Besonderer Hinweis: Wenn du mehrere Monate oder Jahre im Ausland verbringen möchtest, reicht die Auslandsreisekrankenversicherung nicht aus. Studierst du über eine längere Zeit im Ausland oder bist dort erwerbstätig, solltest du sorgfältig prüfen, welche Regelungen in dem jeweiligen Land gelten (z.B. hinsichtlich einer Pflichtabsicherung über das dortige Gesundheitsversorgungssystem).

Weniger wichtig bis unwichtig: Reiserückstritts- und -abbruchversicherung

Eine Reiserücktritts- und -abbruchversicherung ist eine weniger wichtige bis unwichtige Versicherung, die nur in bestimmten Einzelfällen wirtschaftlich vorteilhaft sein kann. Wenn du deine gebuchte Reise nicht antreten kannst beziehungsweise vorzeitig abbrechen musst, fallen unter Umständen Stornokosten an, das heißt: Du bekommst die Reisekosten dann nur anteilig zurückerstattet. Der Abschluss einer solchen Versicherung (die nur in bestimmten Situationen leistet) hilft dir deshalb nur für Reisen weiter, die du nicht kostengünstig/-frei stornieren kannst – allerdings fällt der Versicherungsvertrag dann entsprechend teuer aus. Du musst mit etwa vier bis sieben Prozent des versicherten Reisepreises rechnen.

Für den Mietwagen im Ausland: Die „Mallorca Police“

Du bist in dem Urlaubsland per Mietwagen unterwegs und verursachst einen Schaden? Dann sollte Deine Kfz-Versicherung in Deutschland die so genannte „Mallorca-Police“ enthalten. Denn reicht die Versicherungssumme für das gemietete Auto im Ausland nicht aus, springt die „Mallorca-Police“ ein und übernimmt die Differenz bis zur Höhe deiner deutschen Police.

Für das eigene Auto: Der Schutzbrief

Der Schutzbrief ist empfehlenswert, wenn du viel mit einem Kfz unterwegs bist. Du kannst ihn über deinen Kfz-Versicherer bekommen oder mit umfangreicherem Versicherungsschutz bei einem Automobilklub abschließen. Mit dem Schutzbrief kannst du für deine Autoreise Leistungen bei Pannen und Unfällen erhalten, aber auch personenbezogene Leistungen, wie beispielsweise einen Krankenrücktransport.

Finger weg von Reisegepäckversicherungen

Auf den ersten Blick scheint das Versprechen von Reisegepäckversicherungen sinnvoll: So sollen sie den Verlust oder die Beschädigung des Reisegepäcks ersetzen. Der Haken: Gezahlt wird nur bis zu Höhe des Zeitwertes beziehungsweise bis zur vereinbarten Versicherungssumme und auch nur in bestimmten Fällen, die zum Verlust beziehungsweise. zur Beschädigung führen. Ein Beispiel: Hast du deinen Koffer am Flughafen oder am Bahnhof immer in der Hand oder zwischen die Beine geklemmt?  Falls nicht, bist du klar im Nachteil, denn: Reisegepäckversicherer zahlen oft nur anteilig oder schlimmstenfalls gar nicht, wenn sie dir grob fahrlässiges Verhalten im Umgang mit deinem Gepäck (Aufsichtspflichtverletzung) vorhalten können.

Letztlich leistet eine Reisegepäckversicherung also nur in wenigen Situationen – zu Mal dadurch dein Lebensstandard nicht gefährdet wird, weshalb der BdV grundsätzlich von einem Abschluss abrät.

Weitere Informationen rund um das Thema Reiseversicherung kannst du im Infoblatt „Reiseversicherung“ nachlesen.